2021

Fotogalerie 2021

 

31. Jui 2021

Viel Neues aus Göttes alter Werkstatt

Viele Treffen mussten abgesagt werden in Corona-Jahren 2020/2021. Ganz offensichtlich lag das Vereinsleben im Heimat- und Verkehrsverein Schledehausen dennoch nicht brach – ganz im Gegenteil. Vorsitzender Ulrich Wienke wartete bei der -coronabedingt- verspäteten und im Freien stattfindenden Mitgliederversammlung mit etlichen Neuigkeiten auf. Vieles davon wird das Vereinsleben völlig neu aufstellen.

Über einen gut aufgestellten Heimat- und Verkehrsverein Schledehausen mit großen neuen Aufgaben berichtete Vorsitzender Ulrich Wienke

1. Der Ort der Versammlung war außergewöhnlich. Man traf sich im Garten von „Göttes Werkstatt“. In Zukunft wird dieser hübsche Ort häufiger Treffpunkt der HVV-Gemeinschaft sein. Denn die beiden Fachwerkhäuser – sie gehören zu den ältesten Häusern in Schledehausen – werden jetzt Vereinsdomizil.

Göttes Werkstatt ist Modell, Spendenbox und neues Vereinsdomizil

Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten sei man hier endlich fündig geworden und habe eine faire Vereinbarung mit den Eigentümern Ulrike und Detlef Pante erzielen können, teilte Ulrich Wienke mit. Auf Vorschlag des HVV-Vorstandes wird das eine Haus nun Lager und Magazin, das andere Treffpunkt. Bis zum Einzug muss noch einiges gestemmt werden. Z.B. müssen Grundmauer und Fachwerk erneuert werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 50.000 Euro. Die gute Nachricht: Fördermittel sind bereits in Aussicht, 30.000 Euro von der Gemeinde Bissendorf, 9.000 Euro vom Landschaftsverband und weitere „aktive Ansprachen“ sind erfolgversprechend. Hinzu kommen erhebliche Eigenleistungen, die sich die Technische Abteilung unter der Leitung von Gerd Grieß vor die Brust nehmen will. Dem Vorschlag, „Göttes alte Werkstatt“ als Vereinsdomizil herzurichten, stimmten alle Mitglieder freudig zu. Somit wird die Sanierung direkt beginnen können.

Es gibt bereits ein schmuckes Ebenbild und Modell von Göttes Werkstatt.
Horst Rasper erbaute es. Bis auf Weiteres wird es Spendenbox. Jeder Euro,
der hier durch den Schornstein geht, dient der Restaurierung des neuen
Vereinshauses.

2. Weitere gewichtiges Thema war der Aufbau eines Heimatarchivs Bissendorf-Schledehausen. Paul Walter Wahl berichtete von der Arbeit mit dem Heimat- und Wanderverein Bissendorf. Die gemeinsame Archivgruppe sichtet, digitalisiert und speichert Dokumente und Fotos für die Nachwelt. Professionelle Digitalisierung und nutzerfreundliche Bedienung für alle Interessierten sollen sich im Heimatarchiv ergänzen.

3. Der HVV freut sich über 65 neue Mitglieder. Sie alle sind Zeichen der Wertschätzung des Vereins und wichtige Stützen.

4. In diesem Jahr wird erstmals ein Weihnachtsmarkt stattfinden. 25 Budenbeschicker haben bereits zugesagt.

5. Mit einem Weihnachtsleuchten bei Bratwurst und Glühwein wird die Straßen-Adventbeleuchtung stimmungsvoll eingeschaltet.

6. Der HVV besitzt jetzt eine moderne Beschallungsanlage für große Veranstaltungen.

7. Wanderwegewart Holger Barschtat ist dabei, Wanderwege rund um Schledehausen auszuzeichnen. Es wird auch neue Wanderwege verschiedener Längen geben, die im Kurgarten beginnen. Sie sind im Internet und später als Broschüre zu finden.

8. Eine Gruppe für Radler und E-Biker soll gegründet werden, Entdeckertouren durch die Umgebung stehen auf dem Programm.

9. Nach über zwanzig Jahren Vorstandsarbeit – davon 12 Jahre als Vorsitzender – schied Harald Preuin aus dem Vorstand aus. Ulrich Wienke dankte seinem Amtsvorgänger für seine umfangreiche Arbeit, insbesondere für die jahrlange Gestaltung und Redaktion des Vereinsheftes „Wi in Schliarsen“.

Harald Preuin verlässt nach über zwanzig Jahren den HVV-Vorstand

10. Einstimmung gewählt wurde der Vorstand:

Der neue Vorstand des HVV, v.li.: Ulrich Wienke, Ulrike Stevens, Sabine Dörmann, Gerd Grieß und Hermann Obrock

Ulrich Wienke, 1. Vorsitzender

Gerd Grieß, 2. Vorsitzender (auch Leiter der Technischen Abteilung)

Hermann Obrock, Kassenwart

Ulrike Stevens, Schriftführerin

Neu in den Vorstand gewählt wurde Sabine Dörmann, die sich vorrangig
um Veranstaltungen kümmern will.

Text und Fotos: B. Recker-Preuin

 

01. Juni 2021

Frisch restauriertes Stück ziert Schaufenster in Schledehausen

HVV und Geschäftsleute stellen knapp hundert Jahre altes Gemälde der Ellerbecker Mühle aus

„Wir haben ein Gemälde, das wollen wir gerne abgeben. Es zeigt eine Mühle in Schledehausen“. So lautete der erste Anruf von Simone Knocke aus Fürstenau beim Heimat- und Verkehrsverein Schledehausen. Eine Großmutter der Spenderin hatte das Gemälde zur Hochzeit geschenkt bekommen. Seit den 1930er Jahren zierte es die gute Stube der Familie und hatte in den zurückliegenden Jahrzehnten einiges an Ablagerungen angesammelt.

Ein kurz darauf an den Vereinsvorsitzenden Ulrich Wienke gemailtes Foto der Malerei machte klar: Das Gemälde zeigt eindeutig die Windmühle von Ellerbeck. Neben einem Pferdegespann, das von Schledehausen kommend talabwärts die Bergstraße befährt ist etwas weiter im Hintergrund die  Mindener Straße als gerade Verbindung zwischen Wissingen und Westerhausen zu erkennen.

Bei einem Treffen auf halber Strecke, genauer gesagt am Osnabrücker Haarmannsbrunnen, wurde das Ölgemälde dem HVV-Vorsitzenden übergeben. Zwecks fachgerechter Aufarbeitung und besseren Einschätzung übergab er es wiederum in Lotte dem renommierten Restaurator, Vergolder und Sachverständigen Peter Clasing.

„Signiert ist das Bild mit Br. Lichtenberg 1928. Wir vermuten, dass der Maler Bruno Lichtenberg aus der bekannten Osnabrücker Fotografenfamilie ist. Als Vorlage diente eine alte Ansichtskarte. Diese ist gekennzeichnet mit Originalaufnahme und Verlag Rud. & Emil Lichtenberg, Osnabrück“, berichtet Wienke.

„Der Wert des Gemäldes ist eher zweitrangig. Es ist keine hochtragende Malerei. Dennoch ist es ein Zeitdokument, das durchaus Pflege und Reparatur verdient hat“, ergänzt Clasing, Nach eingehender Schadensanalyse begab sich der der Experte innerhalb von zwei Wochen an eine fachgerechte Restauration, befreite die Bildoberfläche von Partikeln wie Nikotin und Insektenschmutz. Neben der vergilbten Firnisschicht galt es unzählige Krakeleien zu entfernen, die alten, eingetrockneten Farben wieder geschmeidig zu machen. Zu guter letzt galt es das in neuem Glanz erstrahlende Gemälde mit einer neuen Schutzschicht zu versehen.

Frisch und professionell restauriert ist die fast ein Jahrhundert alte Malerei seit kurzem im Schaufenster des „Klein & Fein“ zu bewundern. „Als Ellerbeckerin ist es eine Ehre für mich, die Erste zu sein, die das heimische Motiv ausstellen darf“, betont Inhaberin Simone Voß, die zwischen ihrem im Frühjahr eröffneten Feinkostgeschäft mit Café und ihrem Zuhause fast täglich die gemalte Strecke zurücklegt.

Die Ellerbeckerin Simone Voß, Inhaberin des „klein & fein“ an der Bergstraße, bekam das Ölgemälde aus dem Jahre 1928 als erste zu Ausstellungszwecken vom HVV-Vorsitzenden Ulrich Wienke überreicht.

Im Anschluss an eine Ausstellungsdauer von zirka vier Wochen soll das gerahmte Gemälde ins nächste inhabergeführte Fachgeschäft in Schledehausen weiter wandern: Ab August freuen sich Reinhard und Carla Landwehr ihren Kunden die Lichtenberg-Malerei in ihrem traditionsreichen Schuhhaus mit Orthopädie-Werkstatt zu präsentieren.

Text und Foto: J. Kollorz

 

15. Mai 2021

Die Geranienpracht 2021 wird wunderbar!

Auch 2021 wird Schledehausen wieder „erblühen“. Danke an die Technische Abteilung des HVV und die freiwilligen Helfer, die die Blumenampeln im Ort wieder mit Geranien bepflanzt haben.

Text und Foto: U. Wienke

 

03. Mai 2021

Frühlingsgruß flattert ein weiteres Mal ohne Feier im Wind

„Freitag, 30. April: Maibaumstellen – abgesagt!“ war den Terminspalten des aktuellen Vereinsmagazins „Wi in Schliärsen“ zu entnehmen. Auch wenn ein geselliges Beisammensein im Kurgarten bei Bier, Bratwurst und Bowle aus den bekannten Gründen abermals ausfallen musste, ließ es sich der Heimat- und Verkehrsverein Schledehausen nicht nehmen, den traditionellen Frühlingsgruß auszusenden.

Zum Gelingen des Vorhabens, den zirka 16 Meter hohen Maibaum neben der Konzertmuschel in Position zu bringen, hatte Gerhard Grieß, Leiter der Technischen Abteilung, in bewährter Manier Kranfahrer Gerd Westerfeld, genannt „Katze“ eingespannt. Als weitere tatkräftig Aktive waren Ludger Stevens, Hermann Obrock und Walter Hofmeyer erschienen.

Dank vereinter Kräfte beim Anbringen des großen Kranzes und sechs doppelseitig bemalter Schilder mit Schledehauser Ortsmotiven, flatterten die bunten Bänder nach kurzer Zeit schon von Weitem sichtbar fröhlich im Wind. Beäugt wurde das Schauspiel von vereinzelten Passanten und Anwohnern an Fenstern und auf Balkonen.

„Uns ging es erneut darum, den Menschen ein ihnen vertrautes Bild zu bieten. Ein symbolisches Zeichen, dass das Leben im Ort – auch hier bei uns im Verein – trotz Corona weitergeht“, betont der Vorsitzende Ulrich Wienke.

Und so plant der HVV Schledehausen nach der Verschönerung des Ortsbilds mit bunt bemalten Ostereinern der Viertklässler der Schule am Berg, dem Stellen des Maibaums und der Mitte Mai begonnenen Geranienblüte bereits weitere Aktionen am vierten Adventswochenende. 

Text und Foto: J. Kollorz

 

20. April 2021

Neues Zuhause für den HVV

Göttes Werkstatt wird Treffpunkt & Magazin

Göttes Werkstatt, das fast älteste Fachwerkgebäude in Schledehausen, soll das neue Zuhause des Heimat- und Verkehrsvereins Schledehausen werden. Der HVV konnte das Gebäude von Ulrike Pante, geb. Götte, mieten.

Die Aktiven des HVV Schledehausen waren schon lange auf der Suche nach einer geeigneten Werkstatt und einem Treffpunkt für die handwerklichen Arbeiten und anschließender Bratwurst auf dem Grill.

Die beiden Fachwerkgebäude bieten mitten im Dorf Platz und Möglichkeiten für unser vielfältiges Vereinsleben. Es soll ein Raum für kleine Gruppen, Treffen und für handwerkliche Arbeiten der technischen Abteilung entstehen. Im zweiten Gebäude soll das Lager für die Weihnachtsbeleuchtung, Blumenampeln, Ostereier, Maibaumschmuck und Werkzeuge für die Dorfverschönerung in Schledehausen sein.

Diese beiden Fachwerkgebäude, die renovierungsbedürftig sind, kann der Heimatverein mietfrei für lange Zeit übernehmen. Als Gegenleistung wird der Verein das Fachwerk renovieren und beide Häuser für das Vereinsleben umbauen. 

Im Gespräch mit vielen Mitgliedern konnte der Vorstand eine positive Stimmung erleben. Viele freuen sich auf das neue Zuhause des HVV Schledehausen.

Vorbehaltlich der Zustimmung der hoffentlich baldigen Mitgliederversammlung könnte die Renovierung im Herbst 2021 beginnen. Vorbereitungen sollen, so es denn die Corona-Beschränkungen zulassen, vorher beginnen.

Damit jeder mit Freude geben kann, hat Horst Rasper wochenlang in mühevoller Kleinarbeit Göttes Werkstatt im Miniaturformat nachgebaut. Danke Horst!

Mit dieser wunderschönen Miniaturausgabe wollen wir Spenden sammeln. Das Geld kann durch den Schornstein eingeworfen werden. Es wird an verschiedenen Plätzen und bei Veranstaltungen aufgestellt werden. Der HVV hofft auf kleine und große Spenden.

Auch wenn viele Umbauarbeiten in Eigenleistung des Vereins erledigt werden, die Renovierung kostet Geld. Neben Zuschussanträgen an öffentlichen Stellen hoffen wir auch auf viele kleine und große Spenden und Gaben für unser Projekt.                     

 Text: U. Wienke, Bilder: H. Preuin

 

05. März 2021

Drei Neue: Ostereier-Galerie fast komplett

Schüler trotzten Corona-Beschränkungen

Vor acht Jahren hat der HVV seine Ostereier-Galerie aus der Taufe gehoben, die in der Bergstraße im Dorf vom nahenden Osterfest künden sollte. Die farbigen ovalen Bildtafeln, änderten im Laufe der Zeit ihr Gesicht. Viertklässler der Schule am Berg verzauberten sie erstmals vor acht Jahren Schritt für Schritt zu kleinen Kunstwerken. In diesem Jahr sind weitere drei bunte Eier hinzugekommen. Und dies trotz der Corona-Beschränkungen im Unterricht.

Unter der Anleitung der Kunstlehrerinnen Christiane Schockemöhle, Mareike Henke und Maria Hinken beschäftigten sich 60 Schüler aus den drei 4. Klassen mit dem Ostereier-Projekt. Anfang März konnte Wolfgang Horn die neuesten Kreationen in der Schule übernehmen. Auf das obligatorische Schülerfoto wurde in diesem Jahr verzichtet, weil aufgrund der Corona-Beschränkungen zum Übergabezeitpunkt nur etwa die Hälfte aller Schüler dabei waren. Ein Foto, das auch immer eine kleine Auszeichnung ist, wäre in diesem Fall schnell als Ungerechtigkeit empfunden worden, weil eine Hälfte der Schüler leer ausgegangen wäre.

Ganz dekorativ strahlten die Ostereier-Tafeln nach der Übergabe am Zaun im Sonnenschein vor der Schule. Wolfgang und Ilse Horn haben sie anschließend direkt an den Ampelmasten bei Bosse aufgehängt. Damit war die Galerie auf der Gesamtstrecke bis zur kath. Kirche komplett. Dafür hatten Tage zuvor Wolfgang Horn und Ralf Schubert gesorgt.

Zum Osterschmuck gehört auch das große gelbe Osterei an der Kreuzung Neue Straße/Astruper Straße, das von Wolfgang Horn und Heinz Schulte errichtet wurde.

Auf dem Platz vor der Kirche wurde schließlich von HVV-Mitgliedern auch der Ostergockel als ein weiteres Ostersymbol aufgestellt.

Die Ostereier-Galerie wird im nächsten Jahr mit den beiden letzten Bildtafeln komplettiert. Da das Interesse der Schule am Berg groß ist, sich bei dieser Bürgeraktion weiter tatkräftig mit einzubringen, soll die Aktion auch über 2022 hinaus fortgesetzt werden. Dann ersetzen neue österliche Kunstwerke Zug um Zug die Bilder aus den letzten Jahren.    
Bilder und Text: H. Preuin